SAS Studie: Vertrauen verbessert die Erfolgsaussichten für KI-Projekte – um den Faktor 15
— Unternehmen mit Fokus auf Trustworthy AI verdoppeln ihren ROI mindestens
— Hürde für den erfolgreichen KI-Einsatz: Fast 100 Prozent der Mitarbeiter trauen Ergebnissen nicht, wenn diese nicht nachvollziehbar sind
— Fehlen einer soliden Datenbasis bleibt häufigster Fallstrick für die Profitabilität von KI
Heidelberg, 10. September 2026 – Unternehmen, die Trustworthy AI aktiv vorantreiben, profitieren am meisten von ihren KI-Investitionen. Dies belegt eine aktuelle globale Studie, die SAS, einer der weltweit führenden Anbieter von Lösungen für Daten und künstliche Intelligenz (KI), jetzt veröffentlicht hat. Der zweiten Auflage des “Data and AI Impact Report: The New Economics of Trust” liegen Zahlen zugrunde, die das Analystenhaus IDC erhoben hat. Demnach steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein KI-Projekt profitabel ist, um das 15fache, wenn ein Unternehmen Maßnahmen umsetzt, die die Vertrauenswürdigkeit von KI fördern. Und sie verschaffen sich signifikante Wettbewerbsvorteile: Organisationen mit starker Governance, Datenqualität und Auditierbarkeit berichten einen mindestens 100 Prozent höheren ROI aus ihren KI-Implementierungen wie diejenigen, die in Sachen Trustworthy AI hinterherhinken.
IDC stuft die Unternehmen in Vorreiter (“Leader” mit einem Trustworthiness-Index von mindestens 80 von 100 Punkten) und Nachzügler (“Laggard” mit weniger als 40 Punkten) ein und stellt fest:
— Organisationen, die in Trustworthy AI investieren, erhöhen damit ihre Chancen auf einen starken ROI für ihre KI-Projekte um den Faktor 15 (62 Prozent gegenüber 4 Prozent).
— 85 Prozent der “Leader” in Sachen vertrauenswürdige KI erhöhen ihre Investition in diesem Bereich um mehr als zehn Prozent in diesem Jahr. Damit vergrößern sie aktiv ihren Vorsprung gegenüber Unternehmen, die dies nicht tun.
“Wenn KI funktioniert, ist sie unglaublich wirkungsvoll”, erklärt Bryan Harris, CTO von SAS. “Allerdings können selbst die besten Agenten bei komplexen Aufgaben Fehlerquoten von mehr als 25 Prozent haben – und das ist inakzeptabel bei Entscheidungen, bei denen viel auf dem Spiel steht. Um Präzision und Wiederholbarkeit sicherzustellen, müssen Organisationen Fachwissen in agentische Workflows einbauen sowie Governance und Kontrolle in den Händen von Mitarbeitenden belassen. Diejenigen, die darin erfolgreich sind, schließen die Vertrauenslücke und ziehen einen echten Wettbewerbsvorteil aus KI.”
Intransparente KI wird zum echten Geschäftsproblem
Die Studie zeigt, dass Mitarbeiter häufig Bedenken haben, sich auf Systeme zu verlassen, die nicht sicher korrekte Ergebnisse liefern oder erklären können, wie die KI zu der finalen Entscheidung kommt. Je autonomer KI eingesetzt wird, desto schwerer wiegt diese Herausforderung, und Erklärbarkeit wird zum kritischen Erfolgsfaktor.
Die Studie deckt zudem eine der wichtigsten Hürden für die erfolgreiche Akzeptanz von KI auf: Das mangelnde Vertrauen kann Mitarbeitende dazu bringen, sich über KI-basierte Entscheidungen hinwegzusetzen und manuelle Korrekturen vorzunehmen. Dadurch verfestigt sich das Defizit an vertrauenswürdiger KI noch, und Unternehmen verlieren Zeit, Produktivität und Profitabilität.
Die wichtigsten Ergebnisse:
— Rund 97 Prozent der Anwender verwerfen KI-generierte Empfehlungen zumindest manchmal.
— Der Hauptgrund, KI-Ergebnisse zu ignorieren, auch wenn diese als korrekt eingeschätzt werden, ist die nicht nachvollziehbare Herleitung der Ergebnisse.
— Generative AI (ChatGPT, Gemini, Claude etc.) genießt mehr Vertrauen (76 Prozent) als KI-Agenten (66 Prozent), was darauf hinweist, dass Bedenken mit wachsender Autonomie von KI-Systemen zunehmen.
Schwache Datengrundlage führt zu Zeit- und Geldverlust
Die meisten Unternehmen implementieren KI auf mangelhaften oder überholten Daten und Infrastrukturen. Das Fehlen einer soliden Datenbasis, die die unbedingt erforderliche Transparenz und Erklärbarkeit unterstützt, verhindert die effektive Steuerung von KI und damit die Wertschöpfung daraus.
Die wichtigsten Ergebnisse:
— Nicht einmal jedes fünfte Unternehmen (17,5 Prozent) hat seine Dateninfrastruktur umfassend optimiert, sodass diese den Anforderungen von KI-Agenten entspricht.
— Organisationen mit optimierter Datengrundlage haben eine vier Mal höhere Aussicht auf einen starken ROI aus KI-Projekten.
“Leader”-Banken als Governance-Vorreiter
Der Fokus der Studie richtete sich dabei auf vier Branchen: Banken, Versicherungen, Life Sciences und öffentliche Verwaltung.
Die wichtigsten Ergebnisse:
— Banken sind Vorreiter bei AI Governance: 85 Prozent der Vorreiter-Unternehmen haben bereits entsprechende Frameworks aufgebaut, unter den Nachzüglern sind dies lediglich 29 Prozent. Grund ist, dass Vordenker in Sachen KI eine robuste AI Governance als Wettbewerbsvorteil und operative Notwendigkeit sehen.
— 41 Prozent der Vorreiter im öffentlichen Sektor erhöhen ihre KI-Investition um mehr als 20 Prozent im kommenden Jahr.
— Fast ein Viertel der Unternehmen im Life-Science-Bereich hat KI bereits über die gesamte Organisation hinweg skaliert, der höchste Anteil aller Branchen.
Zur Studie
Für den Report wurden weltweit rund 2.700 Entscheider in 28 Ländern befragt, die im Unternehmen mit Daten- und KI-Initiativen zu tun haben. Jede Organisation wurde anhand von fünf Kriterien bezüglich Trustworthy AI bewertet: Datenqualität und Governance, Model Governance und Kontrolle, Erklärbarkeit und Fairness, Richtlinien für verantwortungsvolle KI, Auditierbarkeit und Verantwortlichkeit.
Weitere Studienergebnisse und der vollständige Report stehen zum Download zur Verfügung unter sas.com/ai-impact.
SAS Institute GmbH
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